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Der Hauptabschnitt der Achse
Die FERRMED-Achse verläuft entlang einer der wichtigsten "natürlichen" Straßen Europas. Es handelt sich um die Strecke, die seit jeher das Herz Europas über die Täler des Rheins und der Rhône und entlang der Mittelmeerküsten von Provence, Languedoc und der Iberischen Halbinsel mit dem Norden Afrikas verbindet. Übrigens ist dies auch die schnellste Verbindung zwischen Skandinavien, Großbritannien, der Nordsee und dem westlichen Mittelmeer. Auf der gesamten Route befinden sich keine nennenswerten geographischen Hindernisse, deshalb wird sie seit der Römerzeit zur Kommunikation genutzt. Der Hauptabschnitt der Achse beginnt in Stockholm und endet in Algericas; seine ungefähre Länge beträgt etwa 3.500 km. In Skandinavien passiert die Achse die Meerengen von Öresund und Fehmarn. Zwischen Deutschland und Dänemark ist der Bau einer Brücke oder eines Verbindungstunnels notwendig. Im deutschen Gebiet verbindet sie Lübeck mit Koblenz über Hamburg und Duisburg und verläuft weiter bis Luxemburg und Metz. Im französischen Teil folgt die Achse dem Verlauf der „Magistrale Eco-Fret“ (französisches Schienenverkehrsprojekt). Dieser Teil der Achse ist nahezu betriebsbereit, auch wenn erst noch einige wichtige Schritte in der Entwicklung der Eco-Fret Achse, der auch die Ferrmed-Achse folgt, vorgesehen sind. Problematisch sind extrem lange Zeitverzögerungen (Beseitigung von Stauzonen und Erweitung von Standard-Maßen) und Beschränkungen in der Ladekapazität der verwendeten Züge. Im spanischen Abschnitt verläuft sie entlang der gesamten Mittelmeerküste von Cap de Creus bis zur Straße von Gibraltar. Es fehlen Anschlüsse zwischen Almería und Murcia, weiter ist der Abschnitt Valencia-Alicante zu lang, es bestehen Staugebiete um Barcelona und Valencia und außerdem muß die Gleisbreite an den UIC Standard angepasst werden. Das für das Jahr 2025 prognostizierte Transportvolumen wird weitere wichtige Aktionen auf der gesamten Strecke nötig machen, sodass in den Hauptverkehrsbereichen zwei oder mehr parallele Linien existieren: eine konventionelle Linie für den Güterverkehr, und eine zweite Hochgeschwindigkeitslinie für den Passagierverkehr, außerdem in den am meisten ausgelasteten Abschnitten eine dritte Linie für gemischten Verkehr.
Beschreibung der wichtigsten Verbindungen der Hauptachse
Der Hauptabschnitt der FERRMED-Achse besitzt über seine gesamte Länge Schnittpunkte mit anderen wichtigen Transportachsen. Einige von ihnen – insbesondere im am Mittelmeer gelegenen Teil der Strecke – sind relativ kurze Verbindungen zu den einzelnen Seehäfen. Andere wiederum verbinden die Achse mit den wichtigen Industriezonen Europas.
Zu ersteren gehören: Malaga Motril (Ausbau steht bevor) Cartagena Montpellier/Fos-Marseille Fos - Marseille/Toulon (bis Genua) Zur zweiten Gruppe gehören:: Ceuta und Tanger / Rabat / Casablanca und Rabat / Fez / Algerien (Fähre ab Algeciras) Sevilla und Cordoba (von Bobadilla Anschluß bis Madrid) Sevilla / Cádiz / Huelva (von Bobadilla aus) Melilla / Alucemas / Nador / Gazahuet (Fähre ab Almería) Madrid (via Valencia) Saragossa (via Sagunto) Saragossa / Madrid / Lisbon und Saragossa / Bilbao (über Tarragona und Barcelona)
Balearen (Fähre ab Barcelona und Valencia) Puigcerdà/Toulouse (über Barcelona) Toulouse/Bordeaux (über Narbonne) Korsika und Sardinien (Fähre ab Marseille und Genua) Clermont- Ferrand und Limoges (über Lyon) Genua – Bern – Zürich (über Lyon) Turin – Mailand - Liubjana - Budapest - Kiev (über Lyon) Paris – Le Havre (über Dijon) Mülhausen / Basel / Freiburg (über Dijon) Straßburg / Stuttgart / München (über Nancy) Calais / London; Mannheim / Frankfurt am Main (über Metz) Brüssel / Zeebrugge / Gent / Antwerpen / Rotterdam; Liège (überLuxemburg) Rotterdam / Amsterdam / Groningen; Berlin / Warschau (über existierende Strecken ab Duisburg) -
Groningen / Wilhelmshaven / Bremerhaven (ab Bremen) -
Berlin / Prag (ab Hamburg) -
Rostock (ab Lübeck) -
Göteborg / Oslo (ab Malmö und Stockholm) -
Turku / Helsinki / St. Petersburg (ab Stockholm mit der Fähre und ab St. Petersburg Verbindung mit Moskau und der Transsib) -
Außerdem beginnen in Duisburg zwei zusätzliche parallele Zweige, die im Westen und Osten der Hauptstrecke verlaufen Beschreibung der zusätzlichen parallelen Strecken Ost-Achse: Beginn in Duisburg; bis Koblenz indentisch mit der Hauptachse; verläuft weiter durch den Rheingraben nach Mannheim, Ludwigshafen, Karlsruhe, Freiburg und Basel bis nach Bern und Mailand (durch den Simplon-Tunnel) und endet in Genua. Dieser Zweig besitzt mehrere Nebenstrecken: Zwischen Karlsruhe und Basel die Strecke über Straßburg und Mühlhausen Zwischen Bern und Mailand die Strecke über Zürich (durch den Gotthard-Tunnel) Zwischen Bern und Genua die Strecke über Turin Von Mailand und Genua aus existieren verschiedene Strecken nach Mittel- und Süditalien West-Achse: Beginnt in Duisburg; verläuft über Rotterdam in Richtung Antwerpen, Gent, Lille, Paris, weiter nach Orleans, Limoges, Montauban und Toulouse, überquert die Pyrenäen bei Puigcerdà und endet in Barcelona. Nebenstrecken: Zwischen Antwerpen und Paris die Strecke über Brüssel Von Paris aus in Richtung Süden die Strecke über Clermont-Ferrand, mit einer Gabelung zum Golf von Leòn bei Nîmes und nach Béziers Von Toulouse aus zum Mittelmeer über Carcasonne und Narbonne |